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Was machen "Beste Bioläden" besser?

Published 29.09.2017 by Ulrich Dierman

Weniger Kundschaft und kleinere oder stagnierende Umsätze, das sind die Probleme vieler Naturkostläden 2017. Die Konkurrenz aus dem Lebensmitteleinzelhandel nimmt zu. Daher ist es umso wichtiger zu schauen, was erfolgreiche Läden anders oder besser machen. Was können andere Händler von ihnen lernen?

Angepasste Sortimente

Es kommt nicht darauf an, Handelsmarkenprodukte noch günstiger anzubieten, als der (Bio-) Supermarkt um die Ecke. Billiger als große Handelsketten kann ein eigenständiger Bioladen nicht sein. Viel mehr kann der Naturkostladen Milch von der regionalen Molkerei, Obst und Gemüse in großer Vielfalt oder Mehl und Müsli von der regionalen Mühle anbieten. Viele spezialisieren sich auf bestimmte Sortimente: Werden Sie Feinkostladen, Käsespezialist oder bieten Sie eine umfangreiche Fleisch- und Wursttheke an, oder auch eine Vinothek. Vor allem in Fußgängerzonen oder in Hoflagen kann sich ein Bistro lohnen. Von jedem ein bisschen bringt meist nicht viel. Spezialisierung und ein bestimmtes auf den Standort angepasstes Profil kann dem Erfolg des Ladens helfen.

Frische, Frische nochmals Frische

Frische war die Kernkompetenz der ersten Bioläden und ist es auch heute noch auf ganz anderem Niveau. Da bezieht sich Frische nicht nur auf Obst und Gemüse. Aber eine gut gepflegte, vielfältige Obst- und Gemüsetheke mit saisonalem und regionalem Angebot, wenn möglich, locken meist viele Kundinnen und Kunden in die Läden. Wenn das Obst und Gemüse dann noch von bestimmten, teils regionalen Bauerhöfen und Gärtnereien kommt, kann sich der Laden besonders gut von seinem Umfeld abheben. Hier können sich die Läden ein Netzwerk regionaler Lieferantinnen und Lieferanten aufbauen und mit diesen werben. Einladend präsentiert kann eine vielfältige Obst- und Gemüsetheke die Kundschaft immer wieder in den Laden locken.

Auch im Milch- und Molkereiprodukteregal oder mit einer vielfältigen Käsetheke können sich die Naturkostläden abheben. Dort könnten Produkte von der regionalen Molkerei genauso stehen, wie internationale Käsespezialitäten. Auch eine reich bestückte Brot- und Backwarentheke lockt in der Regel Kundinnen und Kunden in die Läden.

Ein Thema, an das sich bisher nur wenige Naturkostläden wagen, ist das Thema Fleisch-Wursttheke. Dabei ist diese beratungsintensive Produktgruppe im Naturkostladen gut aufgehoben. In Zusammenarbeit mit einer Metzgerei können auch regionale Fleisch- und Wurstspezialitäten angeboten werden, ein Sortiment, das in nur wenigen Supermärkten zu finden ist. Dabei ist der bewusste Fleischkonsum (wenn schon Fleisch, dann in besonderer Qualität) gerade ein Thema bei Naturkosthandelskundinnen und -kunden.

Auch mediterrane Feinkost oder Wein kann die Spezialisierung eines Naturkostladens sein. In welchem Umfang jeweils alle anderen Produktgruppen angeboten werden, gilt es auszuprobieren.

Am schwersten hat es sicher das Trockensortiment. Denn ein Basissortiment an allen Getreideprodukten, Müsli, Cerealien, Ölen hat der Lebensmitteleinzelhandel in großem Maße für sich entdeckt und verkauft diese Produktgruppen zu vergleichsweise günstigen Preisen. Natürlich gibt es durch die längere Haltbarkeit weniger Abschreibungen. Trockenprodukte nimmt die Kundschaft eher mit, wenn sie sowieso schon im Laden ist, aber sie sind immer weniger der Auslöser für einen Besuch im Laden.

Beste Sortimente sind gut. Aber noch wichtiger ist der persönliche Einsatz der Unternehmerin oder des Unternehmers und der Angestellten, wenn die Kundschaft sich wohlfühlen, und gern wiederkommen soll. Persönliche Glaubwürdigkeit der Unternehmerin oder des Unternehmers genauso wie der Angestellten machen einen attraktiven Laden aus. Über den Laden hinaus können sich Händlerinnen und Händler auch bei örtlichen Festen im Catering engagieren oder in andere lokale Aktivitäten einmischen.

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